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VIDEO ©Holger Orf

Ohne Kunst wird es still.

Unsere „tägliche“ Arbeit, mit Vernissagen, Ausstellungen, Konzerten und weiteren Kulturveranstaltungen, konnten wir im Jahr 2020 und bis heute wenig ausüben, unser Publikum kaum sehen und unsere Künstler*innen nur in kleinem Rahmen präsentieren.
Trotzdem machen wir weiter !

Ab Freitag, den 12. März gibt es die neue Ausstellung in der TEN GALLERY:

SAFARI

Fotografien von Erik Clewe

Welchen Wert gestehen wir Orten und Objekten zu, die ihrer ursprünglichen Funktion nicht mehr nachkommen können? Weshalb sollten wir unseren Blick auf scheinbar triviale Tierfiguren und verwitterte Automobilteile richten, die in ihrer Umgebung fehl am Platz wirken oder gar unsere Reiseplanung unterbrechen, um sie genauer zu betrachten? Offenbar wurden sie doch zurückgelassen und erfüllen keinen Zweck mehr. Für den Heidelberger Fotografen Erik Clewe gewinnen solche Gegenstände aufgrund ihrer Skurrilität und Deplatzierung erst wirklich an Bedeutung.

Wie in einem Reisetagebuch dokumentiert jeder der quadratischen, mit analoger Mittelformatkamera aufgenommenen Schnappschüsse der Serie »Safari« (seit 2015) die Zufallsfunde des Künstlers, die während Fototouren an zuvor recherchierten Orten für seine Hauptserie »Patina« (Ten-Gallery, 2018) am Wegesrand auftauchten. In den letzten Jahren lernte Clewe die unvorhersehbaren Motive zwischen den Zielen zunehmend zu schätzen, nimmt seither in der Hoffnung auf neue Entdeckungen häufig Umwege in Kauf, wählt bevorzugt Landstraßen statt Autobahnen. Fernab der ausgetretenen Pfade setzt er die auf seinen Roadtrips gefundenen Objekte in Zentralität in Szene und verleiht ihnen durch die starke Präsenz im Bildraum einen skulpturalen Charakter.

Festgehalten wurden so etwa eine verbarrikadierte Holzhütte, die auf vier wackligen Beinchen balanciert, oder ein kleines Einsatzfahrzeug mit abgesplittertem Lack, das uns mit seinen Scheinwerfern anzusehen und uns aus seinem leeren, dunklen Kühlergrill von der Wiese stumm zuzurufen scheint. Mögen die Motive auch noch so unterschiedlich sein, so ist ihnen doch durch ihre räumliche Isolation, ihren Charakter als Zeugen einer vergangenen Zeit eine melancholische, poetische Wirkung auf den Betrachter gemein. Trotz ihrer bewusst objektiven, neutralen Platzierung im Bild und der Stille der Szenarien erzählt jedes von ihnen seine eigene Geschichte und spricht zugleich unsere Fantasie an.

Eine feste Deutung gibt Clewe uns auch durch seine Titelwahl nicht vor. Vielmehr bieten die zunächst kryptischen, bald jedoch als Koordinaten erkennbaren Abfolgen von Buchstaben und Zahlen dem forschenden Betrachter die Möglichkeit, die groben Reiserouten des Fotografen durch ganz Europa nachzuzeichnen, die Motive geografisch miteinander zu verbinden – und ihnen so im größeren Kontext einen würdigen Platz zu verschaffen.
Im letzten Jahr wurde »Safari« zum ersten Mal bei den Darmstädter Tagen der Fotografie gezeigt. Für die Zweite Ausstellung des Künstlers in der Ten-Gallery wurde die Auswahl um einige neue Werke erweitert.
Text: Stephanie Maria Stadler

Am Fr. 12.3.2021 ab 19.00 gibt es einen virtuellen Einblick in die Ausstellung auf Facebook. Deborah Musso spricht mit Erik Clewe über die Hintergründe seiner »Safari« Serie.
Wir freuen uns euch, so bald wie möglich, wieder persönlich in der Ten Gallery begrüssen zu dürfen. Wir halten euch auf dem Laufenden.

© Eric Clewe

VIDEO ©Holger Orf

TEN GALLERY VIRTUELL

TEN GALLERY VIRTUELL

mónos
Fotografien von Vincenzo Pagliuca
25.09.–18.12.2020

mónos
Fotografien von Vincenzo Pagliuca
25.09.–18.12.2020

25.09.–18.12.2020

mónos

Fotografien von Vincenzo Pagliuca

Vernissage 25. September um 19.00 Uhr

,,You cannot write the history of the human unconscious without writing a history of the house.“ (Gaston Bachelard)

Vincenzo Pagliuca hat für dieses Projekt den gesamten südlichen Apennin durchstreift, von Lazio bis Aspromonte. Er sucht nach präzisen Lichtbedingungen und fotografiert in den Wintermonaten und bei Sonnenaufgang. Die Bildausschnitte sind auf das Wesentliche reduziert: Allein stehende Häuser üben eine metaphysische Sogwirkung aus.

Häuser, die in Randlegen, oft genug ohne jeden Ehrgeiz, erbaut wurden, schulden der Tatsache, das sie existieren und an den Rändern den Raum der Natur besetzen.

Der Beton beginnt einen Dialog mit der Erde, Ziegel und Blech interagieren mit Bäumen und Gras.Dachziegel und Fenster sind im Gespräch mit dem blassen Himmel.

www.vincenzopagliuca.com

Weitere Termine sind in Vorbereitung.

 

Mit freundlicher Unterstützen von:

TEN20 e.V.

Liebe Freundinnen und Freunde der TEN-GALLERY, wir sind bis zum 20. September in den Sommerferien!

© D. Musso

,,Blick aus dem Fenster“

Ein Fotoprojekt in der TEN GALLERY unseres neu gegründeten Fördervereins TEN20 e.V.

20. August bis 10. September 2020

In den letzten Monaten haben wir alle wegen der Corona Pandemie sehr viel Zeit zu Hause in den eigenen vier Wänden verbracht. Dabei wird so mancher sehnsuchtsvoll aus dem Fenster geschaut haben, sei es um in Gedanken in die Ferne zu schweifen oder an einen lieben Mitmenschen oder Verwandten zu denken, den man nicht besuchen kann oder darf.
Aus diesem Grund haben wir das Fotoprojekt „Blick aus dem Fenster“ ins Leben gerufen.
Wir möchten diesen „Blick aus dem Fenster“ bei uns in der TEN GALLERY zeigen.

Wir fordern hiermit dazu auf, die Kamera oder Smart-Phone in die Hand zu nehmen und ein Bild zum Fenster hinaus zu machen.
Das kann in den Hinterhof sein oder Richtung Straße, es kann vom Balkon aus oder aus einem Raum in der Wohnung sein.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wir sammeln die gemachten Aufnahmen, drucken Sie auf Fotopapier und stellen Sie dann im Schaufenster der TEN Gallery in T6, 10 aus. Es würde uns sehr freuen, wenn möglichst viele Bewohner des Quartiers in der Innenstadt, sich an dem Projekt beteiligen, damit wir einen vielfältigen und interessanten Einblick in unser Viertel, hier in der Unterstadt bekommen.

Die Aufnahmen per email bitte an ten20ev@gmail.com schicken, oder zu den Öffnungszeiten der TEN Gallery vorbei kommen und die Bilder auf einem USB Stick mitbringen.
Wir feuen uns auf die ungewöhnliche Austellung und den „Blick aus dem Fenster“.

Mit freundlicher Unterstützen von:

TEN20 e.V.

© Ralf Müller

TEN GALLERY VIRTUELL

TEN GALLERY VIRTUELL

UNTERHOLZ
von Frank Göldner
25.04.–12.06.2020

UNTERHOLZ
von Frank Göldner
25.04.–12.06.2020 +++ verlängert bis August

TEN LIVE

Am Donnerstag, den 28. Mai um 19 Uuhr starten wir zum ersten mal mit TEN Live und streamen live aus der Galerie.

Für unsere erste TEN Live Veranstaltung haben wir Herrn Prof. Göldner und Florian Merdes zu einem Künstlergespräch eingeladen. Geplant ist ein live-stream auf Facebook und Youtube.

Der Youtube-Stream läuft am 28. Mai um 19 Uhr.

25.04.–12.06.2020 verlängert bis August

UNTERHOLZ

Fotografie von Frank Göldner

Zur Zeit hat das Corona-Virus unser Leben fest im Griff und macht aktuell alle Pläne zunichte.
Die für den 18. April geplante Eröffnung der Ausstellung „Unterholz“ von Frank Göldner kann nicht wie geplant stattfinden.

Aber das Unterholz wächst trotz allem weiter.
Nur etwas verzögert kommt es nun doch Stück für Stück zum Vorschein. Am Freitag, den 24.4.2020, wird das erste Bild gehangen. In einer quasi virtuellen Eröffnung erscheint es dann auch auf der Internet-Seite der Ten Gallery. Nach und nach wird sich die Gallery in den folgenden Tagen mehr und mehr füllen. Alle zwei bis drei Tage kommt ein neues Bild hinzu und das Wachsen des Unterholzes kann verfolgt werden. Parallel dazu erscheint das neue Bild dann auch jeweils auf der Webseite. Es lohnt sich also, hier öfter mal vorbei zu schauen.

Die Serie Unterholz entführt in einen Dschungel. Gegensätzliches überlagert
 sich, verschmilzt, dringt in einander, 
interagiert. Urbanes mit Natur, Farbe mit 
Schwärze, Finsteres mit Hellem, Gut
 und Böse, Alt und Neu, zufällig und geplant. 
Verschiedene Bedeutungsebenen 
überlagern und verweben sich.

087R09-1-04-070R09-01
Frank Göldner
416 x 517 mm
10 + 1 Künstlerexemplar
Tintenpigmentdruck
 
 420,00 €

Unterstützt durch

TEN GALLERY VIRTUELL

TEN GALLERY VIRTUELL

VEGETABILIEN FOTOGRAMME
von Irina Ruppert
März April 2020

VEGETABILIEN FOTOGRAMME
von Irina Ruppert
März/April 2020

13.03.–04.04.2020

 

VEGETABILIEN FOTOGRAMME

Fotogramme von Irina Ruppert

Vernissage: 13.3.2020 19.00 Uhr

Fotogramme sind die älteste Form der Fotografie überhaupt – dabei braucht man für sie noch nicht einmal eine Kamera. Man legt Objekte auf das analoge Fotopapier, belichtet dieses und erhält so ein dauerhaftes “Nachbild” des Gegenstandes.

Die hier gezeigten Bilder von Irina Ruppert entstanden als Folge ihres Projektes “Erz. 7139”, für das die Fotografin auf Einladung von Matchbox (www.matchbox-rhein-neckar.de) Erntehelfer in der Pfalz portraitierte.

Für Ihre Farb-Fotogramme nutzte Irina Ruppert den Abfall von Salaten, Kohlköpfen, Mangold und Kräutern, die bei der Ernte übrig blieben und für deutsche Supermärkte nicht hübsch genug waren.

Irina Ruppert sammelte mehr als 100 dieser Objekte, trocknete sie mit Klemmzwingen zwischen Zeitungsseiten und nahm sie mit zurück in Ihre Wahlheimat Hamburg, um sie dort in einem Labor auf Fotopapier zu bringen.

www.irinaruppert.de

 

Irina Ruppert

Samstag/Sonntag 14./15.3.2020
Irina Ruppert Workshop

Samstag, 4.4.2020
Ende Ausstellung und Horst Hamann Workshop

Unterstützt durch

Verlängert bis 06.03. +++++ 17.01.–29.02.2020

 

THE DÉRIVE SERIES

Fotografien von Sandra Köstler

Vernissage: 17. Januar 2020 um 19.00 Uhr

Das ostasiatische Land Taiwan, das Dorf Anselfingen am Bodensee und Mannheim – drei Orte, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Trotzdem, oder gerade deswegen, sind es diese drei Orte, mit denen Sandra Köstler auf jeweils andere Art und Weise ein Gefühl von „Heimat“ in Verbindung bringt.

In „The Dérive Series“ untersuchte Sandra Köstler mehrere Jahre lang ihre emotionale Verortung in der Alltagswelt von Mannheim, Anselfingen und Taiwan. Ihr Vorgehen war intuitiv, ohne Interesse am Dokumentarischen aber mit großer Aufmerksamkeit für das, was in ihrem Innern als Reaktion auf das Terrain und dessen Atmosphäre geschieht. Der konkrete Ort ist in der Arbeit schwer greifbar. Die Bilder isolieren Fragmente des Raumes, sie übersetzen das subjektive Wahrnehmen und Erleben in eine visuelle Form, die uns Eintauchen lässt in vertraute und ferne Szenarien. The Dérive Series ist im Zine-Format veröffentlicht, die dritte Ausgabe (zu Taiwan) erscheint zur Ausstellung in der TEN Gallery. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl aus allen drei Dérives.

Sandra Köstler arbeitet mit Fotografie, Video und Text. Ihre Bücher und Ausstellungsprojekte, die über einen langen Zeitraum hinweg entstehen, untersuchen das Verhältnis von Mensch und Raum.

www.sandrakoestler.de

Sandra Köstler

Am 2. Feburar 2020 um 11 Uhr TEN MATINÉE mit Jessica Backhaus

Im neuen Jahr bieten wir an ausgewählten Sonntagen ein TEN Matinée Programm an. Wir beginnen mit einem Künstlergespräch mit der Fotografin Jessica Backhaus über Ihr kürzlich vorgestelltes Buch „Far Away But Close“ mit Aufnahmen der Künstlerin aus Chile, die bei Ihren vielen Besuchen des Landes in den letzten sieben Jahren entstanden sind. Das Gespräch führt Alexa Becker, die mit der Fotografin seit vielen Jahren befreundet ist. Das Buch kann bei uns in der Galerie erworben und von der Künstlerin signiert werden. Zu dem Gespräch gibt es Cappuccino, Croissants und Brezeln.

Am 13.2.20120 um 19.00 Uhr Künstlergespräch mit Sandra Köstler

In diesem Gespräch spricht die Fotografin über Ihre Dérive Series.

Unterstützt durch